Rebenschneiden 2026
2. März 2026
Am 2. März begannen wir bei schönstem Frühlingswetter mit dem Schneiden der Reben. Wir, das sind Marius, Barbara und ich.
Jedes Jahr staune ich von Neuem, wieviel Material so ein Rebstock imstande ist in einem Jahr zu produzieren. Wir beginnen mit dem ersten der fast 3000 Stöcke, schneiden Stock für Stock, und von Weitem mag es fast so aussehen, als kämen wir nicht voran. Die Arbeit hat etwas Meditatives. Auf den ersten Blick sehen alle Rebstöcke etwa gleich aus. Doch beim genaueren Betrachten merken wir, dass jeder einzelne Stock individuell gewachsen ist und seinen eigenen Willen hat. Mit einem klaren Schnittkonzept im Hinterkopf beginnen wir ihn zu "lesen" und zu verstehen. Erst nachdem wir uns im Klaren sind, was der Stock will und wie wir ihn uns in Zukunft vorstellen, fangen wir an zu schneiden. Viele, ja sogar sehr viele der letztjährigen Triebe schneiden wir ab, aber die, die für den Stockaufbau und die Traubenproduktion wichtig sind, müssen dran bleiben. Ich weiss nicht wieviel tausend Entscheidungen pro Tag getroffen werden, aber dies ohne Hektik und im Einklang mit der Natur.


